Sonntag ist Wien. Jetzt bringt Reden auch nichts mehr.
Heute ist Dienstag. Sonntag in der Früh geht es los.
Ab 09:00 Uhr startet der Vienna City Marathon, der Wiener Städtische Halbmarathon und der Staffelmarathon in mehreren Wellen auf der Wagramer Straße bei der Reichsbrücke.
Und ich sage es ehrlich: Ich fühle mich gut.
Ich weiß auch, dass ich jetzt nichts mehr zerreißen kann. Die große Arbeit hätte schon vorher passieren müssen. Jetzt geht es eher darum, sauber den Lauf zu beenden.
Und ganz ehrlich: Es ist mir schon egal. Ich habe schon neue Ziele nach Wien. Das nimmt ein bisschen Druck raus.
Meine Form heute: besser als mein Kopf mir vor ein paar Wochen gesagt hat
Wenn ich auf meine Garmin schaue, liegt die Prognose aktuell bei 2:03:53. Mein Trainingszustand ist Formaufbau.
Das ist nicht 1:45.
Aber es ist auch nicht die totale Katastrophe.
Und wenn ich auf mein Gefühl schaue, dann sage ich etwas anderes: Ich fühle mich richtig in Form.
Nicht perfekt vorbereitet. Aber deutlich besser als in dieser Phase vor ein paar Wochen, als ich innerlich schon halb aufgegeben hatte.
Unter 2 Stunden? Schwer. Aber ich glaube immer noch daran.
Für unter 2 Stunden brauche ich ungefähr 5:41 min/km.
Für die Garmin-Prognose von 2:03:53 reichen ungefähr 5:52 min/km.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Ich weiß, dass unter 2 Stunden schwer wird.
Aber ich glaube trotzdem daran.
Mein echtes Ziel für Sonntag
Mein echtes Ziel ist klar:
unter 2 Stunden.
1:59:59 wäre für mich ein Erfolg.
Wenn das nicht aufgeht, dann will ich zumindest trotzdem deutlich besser laufen als im Vorjahr.
Was ich diese Woche noch mache
Ich trainiere normal weiter. Einfach normal nach dem neuen Garmin-Plan, weil der sowieso nicht übermäßig anstrengend ist.
Mein Rest der Woche schaut ungefähr so aus:
- Dienstag: schnelle 10-Sekunden-Sprints
- Mittwoch: 35 Minuten langsam oder gar nichts
- Donnerstag: Schwellentraining 2 x 7 Minuten mit 5:20/km
- Freitag: wahrscheinlich gar nichts
- Samstag: wahrscheinlich gar nichts, weil wir die Startunterlagen holen
Mehr bringt jetzt sowieso nichts mehr.
Was ich bewusst nicht mehr mache
Was ich ganz bewusst weglasse: Fitnessklub. Ich war schon vorige Woche nicht mehr dort. Und ich gehe auch diese Woche nicht.
Warum?
Weil ich kein Risiko mehr eingehen will, dass ich mir jetzt noch irgendeinen depperten Muskelkater einfange.
Das wäre einfach nur dumm.
Vorher habe ich lange versucht, Laufen und Muskeltraining gleichzeitig sauber unterzubringen. Aber vor so einem Lauf ist die Sache klar:
Jetzt zählt das Laufen. Alles andere ist gerade nicht mehr wichtig.
Wovor ich Respekt habe
Ich habe Respekt vor dem Tempo. Und ich habe Respekt vor der Länge der Strecke.
Iich weiß, dass ich nicht zu 100 Prozent vorbereitet bin. Ich bin im Training schon ewig keine 21 Kilometer mehr gelaufen.
Darum werde ich mir am Sonntag nichts vormachen.
Wenn ich zu schnell angehe, kann mich das hinten brutal erledigen.
Und genau davor habe ich Respekt.
Was ich heuer besser machen will als 2025
Voriges Jahr war mein Ziel nur: irgendwie durchkommen.
Darum war ich auch ganz langsam. Heuer will ich das anders machen.
Diesmal will ich nicht einfach nur ankommen.
Ich will wirklich laufen.
Nicht komplett hirnlos auf Anschlag, aber auch nicht wieder so, als würde ich nur spazierengehen und am Ende sagen: Hauptsache geschafft.
Diesmal will ich liefern.
Was mir diese Vorbereitung gezeigt hat
Die wichtigste Erkenntnis ist ziemlich einfach:
Man muss Prioritäten setzen.
Wenn ein Halbmarathon wichtig ist, dann muss Laufen auch wirklich wichtig sein.
Nicht irgendwo auf Platz drei oder vier hinter allem anderen.
Keine Läufe ausfallen lassen, die noch gerettet werden können. Nicht dauernd glauben, man kann alles gleichzeitig auf Maximum fahren. Irgendwo zahlt man dafür.
Wien hat mir das deutlich genug gezeigt.
Jetzt kein Theater mehr
Ich habe in den letzten Wochen genug gedacht. Genug gezweifelt. Genug gerechnet.
Jetzt bringt das nichts mehr.
Jetzt geht es darum, Sonntag hinzufahren, an der Startlinie zu stehen und aus dem, was da ist, das Beste zu machen.
Nicht jammern. Nicht schönreden. Nicht herumdiskutieren.
Laufen.
Mein Fazit
Der Vienna City Halbmarathon ist am Sonntag.
Ich fühle mich gut. Garmin sagt 2:03:53. Unter 2 Stunden wird schwer. Aber ich glaube noch daran.
Mein Ziel ist klar: 1:59:59 oder schneller.
Ich trainiere diese Woche noch sauber weiter, lasse den Fitnessklub bewusst weg und will heuer deutlich mehr liefern als 2025.
Sonntag ist die Antwort.
FAQ
Läufst du am Sonntag den ganzen Vienna City Marathon?
Nein. Ich laufe den Halbmarathon.
Was ist dein echtes Ziel für Sonntag?
Mein echtes Ziel ist, unter 2 Stunden zu laufen. 1:59:59 wäre für mich ein Erfolg.
Was sagt deine Garmin-Prognose aktuell?
Meine Garmin-Prognose liegt aktuell bei 2:03:53.
Welche Pace brauchst du für unter 2 Stunden?
Für einen Halbmarathon unter 2 Stunden brauchst du ungefähr 5:41 min/km.
Was machst du in der Woche vor dem Lauf noch?
Ich trainiere noch normal nach Plan mit kurzen, kontrollierten Einheiten und lasse Fitnessklub bewusst weg.
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