Training

Noch 2 Wochen und 5 Tage bis Wien – was jetzt noch geht und was nicht mehr

31. März 2026
Von Sorin-Mihai Sas
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Jetzt muss ich ehrlich sein

Heute ist Dienstag. Bis zum Wiener Halbmarathon sind es noch genau 2 Wochen und 5 Tage. Jetzt ist nicht mehr die Zeit für große Träume. 

Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich im Moment nicht dort, wo ich gern wäre. Ich bin nicht fit genug. Und von 1:45 bin ich weit weg.

Meine Daten zeigen ziemlich klar, wo ich stehe

Ich schaue nicht nur auf mein Gefühl. Ich schaue auch auf meine Garmin-Daten.

Meine Laufprognose ist im Moment 2:04:24. Mein VO2max ist 45. Meine Laktatschwelle liegt bei 160 bpm und 5:30 min/km.

Es ist nicht das, was man von jemandem erwartet, der locker 1:45 laufen kann.

Was jetzt wahrscheinlich nicht mehr möglich ist

Ich hoffe immer noch ein bisschen. Aber ich muss auch realistisch sein.

Unter 2 Stunden wird wahrscheinlich sehr schwer. Vielleicht nicht ganz unmöglich. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht richtig daran.

Für unter 2 Stunden müsste ich ungefähr 5:41 min/km laufen. Das schaffe ich vielleicht 10 km, aber keine 21,1 km.

Was trotzdem noch möglich ist

Nur weil 1:45 weg ist und unter 2 Stunden sehr schwer wird, heißt das nicht, dass jetzt alles verloren ist.

Das wäre wieder dieses Alles-oder-nichts-Denken.

Was jetzt noch möglich ist:

2025 bin ich in Wien 2:25:22 gelaufen. Meine Pace war 6:52 min/km.

Das ist jetzt mein echter Vergleich. Bin ich diesmal besser als letztes Jahr?

Mein Ziel für Wien ist jetzt klarer

Mein erstes Ziel ist jetzt:

Wenn möglich unter 2 Stunden.

Mein zweites Ziel ist:

Auf jeden Fall schneller als 2025.

Die letzten 2 Wochen und 5 Tage

Jetzt gebe ich alles.

Ich laufe mehr und mache weniger Fitness.

Wenn ich im Halbmarathon besser werden will, dann muss Laufen jetzt an erster Stelle stehen.

Ich kann jetzt nicht mehr brutal trainieren. Vielleicht noch diese Woche etwas mehr. Danach muss ich eher ruhiger machen, damit ich halbwegs frisch an den Start gehe.

Jetzt geht es nicht mehr darum, noch riesige Fortschritte zu machen. Jetzt geht es darum, aus dem, was da ist, noch das Beste herauszuholen.

Was ich aus dieser Vorbereitung gelernt habe

Ein paar Dinge sind für mich jetzt klar.

1. Prioritäten sind wichtig.
Wenn Laufen nicht wirklich Priorität ist, dann wird es schwer, bei 21 Kilometern gut zu sein.

2. Ausgelassene Läufe kommen später zurück.
Nicht sofort. Aber irgendwann merkt man es.

3. Minimum reicht für einen Halbmarathon nicht.
Dranbleiben ist gut. Aber für ein richtiges Laufziel reicht „irgendwie“ nicht.

4. Ich kann nicht alles gleichzeitig auf Maximum machen.
Laufen, Muskelaufbau, TikTok, Blog, Arbeit – alles gleichzeitig voll zu pushen klingt gut. Aber irgendwo zahlt man dafür.

Jetzt kein Jammern mehr

Ich habe schon genug nachgedacht und genug gerechnet.

Jetzt bringt mir das nichts mehr. Jetzt geht es nicht mehr darum, was vielleicht möglich gewesen wäre. Jetzt geht es darum, was ich mit den letzten 2 Wochen und 5 Tagen noch mache.

Ich werde laufen. Ich werde so gut wie möglich trainieren. Ich werde keine unnötigen Einheiten mehr verschenken. Und ich werde in Wien an der Startlinie stehen und das Beste aus dem machen, was da ist.

FAQ

Wie lange sind es noch bis zum Wiener Halbmarathon?

Noch 2 Wochen und 5 Tage. Der Lauf ist am Sonntag, dem 19. April.

Was ist dein Ziel für Wien?

Mein erstes Ziel ist, wenn möglich unter 2 Stunden zu laufen. Mein zweites Ziel ist, schneller zu sein als 2025.

Wie war deine Zeit 2025 in Wien?

2025 bin ich den Halbmarathon in 2:25:22 gelaufen. Meine Pace war 6:52 min/km.

Was bräuchtest du für unter 2 Stunden?

Für einen Halbmarathon unter 2 Stunden müsste man ungefähr 5:41 min/km laufen.

Was willst du in den letzten Tagen vor Wien noch ändern?

Mehr laufen, weniger Fitness und keine wichtigen Läufe mehr ausfallen lassen.

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