24 Stunden sind zu wenig
Kennst du das Gefühl, dass der Tag einfach zu kurz ist?
Man hat tausend Ideen, Ziele und Aufgaben – aber die Uhr tickt wie verrückt. Genau so geht es mir fast täglich. Ich arbeite im Büro, habe Familie, will sportlich besser werden (Halbmarathon unter 5:00 min/km, Bodybuilding-Bühne Frühjahr 2026), lerne Sprachen und Programmieren – und zwischendurch möchte ich auch noch Bücher lesen, die mich inspirieren.
Das Problem: 24 Stunden reichen nicht. Oder doch?
Arbeit frisst Zeit – aber nicht meine Ziele
Mein Job im Büro ist fordernd. Die Arbeitstage sind oft lang, und der Kopf ist am Abend müde. Aber genau da liegt die Herausforderung: Ich will mich nicht vom Job auffressen lassen. Ich weiß, dass ich nicht nur Arbeiter bin, sondern auch Sportler, Lernender und Mensch mit Träumen.
Statt zu jammern, habe ich für mich akzeptiert: Zeit wird nicht mehr – ich muss sie bewusst gestalten.
Sport als Fixpunkt
Der Sport ist bei mir kein „vielleicht“, sondern ein Fixpunkt im Kalender. 4–5 Laufeinheiten pro Woche, dazu Krafttraining im Fitnessstudio. Warum? Weil er mir Energie gibt. Auch wenn es paradox klingt: Wer müde von der Arbeit nach Hause kommt und trotzdem laufen geht, hat danach mehr Kraft, nicht weniger.
Klar, manchmal fühlt sich das wie Kampf an. Aber mein Ziel ist klar: Halbmarathon Graz 2025 in 5:00 min/km. Und dieses Ziel zwingt mich dazu, Prioritäten zu setzen.
Das Schöne: Sport strukturiert meinen Tag. Er zwingt mich, die Netflix-Zeit zu kürzen, den Tik-Tok-Wahnsinn zu stoppen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Lernen trotz vollem Kalender
Sport allein reicht mir nicht. Ich will mich auch geistig weiterentwickeln: Englisch verbessern, Programmieren lernen (HTML, CSS, JavaScript). Oft fragen mich Leute: „Wann machst du das alles?“
Die ehrliche Antwort: Zwischen den Lücken.
- 20 Minuten Vokabeln beim Kaffee.
- Ein paar Zeilen Code am Abend nach dem Training.
- Ein Kapitel im Buch, bevor ich schlafen gehe.
Perfekt? Nein. Aber Fortschritt entsteht nicht aus Perfektion, sondern aus Kontinuität. Wenn ich jeden Tag nur ein kleines Stück mache, summiert es sich. Genau wie beim Laufen: 5 km hier, 10 km dort – am Ende stehen 40 km Woche für Woche.
Bücher statt Ausreden
Ich liebe Bücher. Von Simon Sinek bis Robert Greene, von Cal Newport bis James Clear. Jedes Buch bringt mir einen neuen Gedanken, den ich in meinen Alltag einbauen kann.
Aber: Lesen kostet Zeit. Früher habe ich gesagt „keine Zeit“. Heute sage ich: „Es ist nicht die Zeit, es sind die Prioritäten.“
- Statt 30 Minuten durch Social Media zu scrollen, lese ich 20 Minuten im Kindle.
- Statt YouTube Music gönne ich mir ein Hörbuch beim Laufen.
Lesen ist für mich kein Luxus mehr – es ist Training für den Kopf.
Familie: Das echte Fundament
Natürlich – bei all dem Training und Lernen darf ich meine Familie nicht vergessen. Ich bin seit über 20 Jahren verheiratet, wir haben drei Kinder, zwei Katzen. Auch da ist die Zeit knapp. Aber genau das ist der Punkt: Familie ist kein Zeitfresser, sondern mein Fundament. Ohne sie wäre alles andere bedeutungslos.
Das heißt für mich: Nicht jede Minute muss produktiv sein. Manchmal reicht es, mit meiner Frau Claudia einen Film zu schauen, mit den Kindern zu reden oder die Katzen zu kraulen. Das gehört genauso zu einem „vollen“ Leben wie Training und Lernen.
Strategien gegen den Zeitmangel
Was hilft mir konkret, den Spagat zu schaffen?
- Planung statt Chaos
Ich schreibe mir am Sonntag auf, wann ich laufe, wann ich ins Gym gehe, wann ich lerne. Wenn es im Kalender steht, passiert es. - Pareto-Prinzip (80/20)
Ich fokussiere mich auf die 20 %, die 80 % Ergebnis bringen. Beim Krafttraining: Grundübungen statt Isolation. Beim Programmieren: Projekte statt Theorie. Beim Englisch: Serien & Bücher statt Grammatikpauken. - Mini-Sessions
Nicht immer 2 Stunden am Stück. 15 Minuten Code. 20 Minuten Training. 30 Minuten Lesen. Kleine Häppchen halten den Motor am Laufen. - Keine Perfektion, sondern Konstanz
Ich habe gelernt: „Lieber unperfekt angefangen als perfekt geplant.“
„Mehr Strategien findest du im Artikel zu Zeitmanagement und Produktivität von monday.com“
Wenn’s nicht klappt: Akzeptieren statt hadern
Natürlich gibt es Tage, da geht gar nichts. Stress im Job, Müdigkeit, Unlust. Früher habe ich mich geärgert. Heute sage ich: „Es ist okay.“
Ein Tag Pause zerstört nicht das Ziel. Entscheidend ist, dass es am nächsten Tag weitergeht.
Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis meiner 50+: Nicht der einzelne Tag zählt, sondern das System.
Warum das alles?
Viele fragen mich: Warum tust du dir das an? Arbeiten, trainieren, lernen, lesen – warum nicht einfach entspannen?
Die Antwort ist einfach: Weil ich mein Potenzial ausschöpfen will. Ich will nicht mit 70 zurückschauen und denken: „Du hättest mehr aus dir machen können.“ Ich will mit 70 sagen: „Ich habe es versucht. Ich bin gelaufen, habe Muskeln aufgebaut, Sprachen gelernt, Bücher gelesen, Familie geliebt.“
Das ist mein „ForeverCool“-Gedanke: Stark, fit und neugierig bleiben, egal wie alt man ist.
Fazit: Zeit ist knapp, aber genug
Ja, die Zeit ist knapp. Arbeit, Sport, Lernen, Lesen, Familie – alles zusammen fühlt sich manchmal unmöglich an. Aber ich habe gelernt: Wenn man bewusst entscheidet, priorisiert und kleine Schritte geht, ist viel mehr möglich, als man glaubt.
Vielleicht hast du auch das Gefühl, dass dein Tag zu kurz ist. Mein Tipp: Fang klein an. Plane 15 Minuten für das, was dir wirklich wichtig ist – und mach es.
Denn am Ende geht es nicht darum, wie viel Zeit wir haben, sondern wie wir sie nutzen.
Wie gehst du mit Zeitmangel um? Arbeit, Training, Lernen – alles gleichzeitig? Schreib mir in die Kommentare, was bei dir funktioniert.
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