Disziplin

Warum ich trotzdem trainiere – obwohl ich oft keine Lust habe

3. Januar 2026
Von Sorin-Mihai Sas
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Ich gehe meistens nicht trainieren, weil ich motiviert bin. Und auch nicht, weil das Wetter passt oder weil ich mich besonders gut fühle.

Ich gehe trainieren, weil ich ein Plan habe.


Ich ticke sehr unterschiedlich, je nachdem, ob ich einen Plan habe oder nicht. Wenn ich keinen Plan habe und einen Tag nicht trainiere, dann passiert oft Folgendes:

Ich gehe nicht nur diesen einen Tag nicht. Ich gehe meistens gleich zwei oder drei Tage nicht.

Nicht, weil ich müde bin oder das Wetter schlecht ist. Nicht, weil etwas Wichtiges dazwischenkommt.

Sondern einfach, weil ich keine Lust habe.


Ohne Plan fange ich an zu diskutieren 

Sobald kein Plan da ist, fängt mein Kopf an zu arbeiten. Da bin ich Profi.

Es kommen Fragen wie:

Und je länger ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich gar nicht gehe.

Nicht weil ich so faul bin. Sondern weil Denken einfacher ist als Tun.


Mit Plan gibt es nichts zu entscheiden

Wenn ich einen Plan habe, sieht das anders aus.
Dann steht dort schwarz auf weiß:

Und dann gehe ich. Der Plan entscheidet. Nicht ich.


Warum es mit dem Greif-Plan funktioniert hat

Am besten hat das früher mit dem Trainingsplan von Greif funktioniert.

Ich habe ihn mir ausgedruckt. Richtig auf Papier.

Und habe jeden Tag etwas dazugeschrieben:

Ich habe die Blätter eingeheftet und regelmäßig angeschaut. Das hat sich so gut angefühlt.


Urlaub ist Urlaub – Training ist Training

Ein gutes Beispiel dafür ist Urlaub.

Wenn wir in Rumänien sind, habe ich früher immer meine Laufsachen mitgenommen. So wie man das halt macht. Ich habe sie niemals gebraucht.

Verwandte besuchen. Im Hotel leben. Jeden Tag unterwegs. Anderer Rhythmus. 
Das verträgt sich nicht mit Training. Zumindest nicht bei mir. Irgendwann habe ich aufgehört, mir das schönzureden.

Heute lasse ich die Laufsachen zu Hause. Es bringt nichts.

Lieber ordentlich trainieren, wenn es Zeit zum Trainieren ist.

Und ordentlich Urlaub machen, wenn es Zeit für Urlaub ist.

Keine halben Sachen.



Mein Fazit

Ich habe gelernt, dass ich keinen keinen perfekten Plan brauche, aber ich brauche einen Plan. Es fühlt sich für mich so gut an, nicht ständig entscheiden zu müssen.

Wenn es aufgeschrieben ist, mache ich es. Wenn es nur im Kopf ist, diskutiere ich es kaputt.

Das gilt für Training und wahrscheinlich auch für viele andere Dinge.

Das ist keine Regel. Das ist nur meine Erfahrung.

Wie geht es dir damit?

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