In fünf Wochen stehe ich beim Grazer Halbmarathon 2025 an der Startlinie. Mein Kopf sagt: Pace 5:00, mein Körper sagt: Na ja– schauen wir, was möglich ist.
Hier ist meine ehrliche Trainingswoche, so wie ich sie plane und laufe. Nicht ganz perfekt, aber ich versuche fokussiert zu bleiben.
Wo ich gerade stehe
- Schwelle: ~5:21–5:19 min/km bei 159–162 bpm
- Halbmarathon-Trainingspace: ~5:25–5:30 min/km
- 10-km-Pace (Intervalle): ~5:05–5:10 min/km
Das sind alle Werte, die ich aus meiner Garmin Uhr ausgerechnet habe.
A-Mein Wunsch-Ziel: 5:00 min/km.
B-Ziel (realistisch laut meiner Garmin Uhr): 5:15–5:20 min/km → sub 1:51.
Wochenüberblick (Mo 08.09. – So 14.09., KW 37)
Fokus: 1× Halbmarathon-Trainingspace, 1× 10-km-Reiz, 1× Langer Lauf mit schnellen Finish. Dazwischen locker. Kraft nur noch kurz & schwer (Erhalt), damit die Beine frisch bleiben.
Mo – 5 km Recovery + Mobility
Ganz entspannt 6:50–7:10/km, HF < 140. Danach 10 min Dehnen.
Ziel: Beruhigung des Nervensystems
Di – Halbmarathon-Schlüsseleinheit: 2×3,5 km
10′ Einlaufen (EL) → 2×3,5 km @ 5:25–5:30/km, 3′ Trab → 10′ Auslaufen. (AL)
Gesamt ~9–10 km.
Ziel: HM-spezifische Ausdauer genau im Zielbereich.
Mi – Kraft Unterkörper (Erhalt, kurz & schwer)
Kniebeugen 3×5 · Romanian Deadlift 3×6 · Split Squats 2×8/Bein · Beinbeuger 2×10 · Waden 2×15.
Pausen 2–3′, so schwer trainieren, mit dem Gefühl dass ich noch 1-2 Wiederholungen schaffen konnte.
Ziel: Muskel stark halten, ohne Muskelkater zu riskieren.
Do – 10-km-Reiz: 3×2 000 m
12′ EL → 3×2 km @ 5:05–5:10/km, 3′ Trab → 10′ AL.
Technik: Gesamt ~11–12 km.
Ziel: VO₂ steigern
Fr – 6 km easy + 6 Sprints
6:40–6:55/km, HF < 140, danach 6×100 m Steigerungen bis ~4:45/km (je 90″ gehen).
Ziel: Locker bleiben
Sa – Pause
Ziel: Kraft für Sonntag behalten.
So – Langer Lauf 18 km mit schnellen Finish (2 km)
0–16 km in 7:00–7:15/km, HF < 145 → km 17–18 @ HMP 5:25–5:30.
Verpflegung: 1 Gel bei km 9.
Ziel: Müde schnell laufen können – genau wie im Rennen.
Warum diese Struktur funktioniert
- Dienstag HMP baut die HM-spezifische Ausdauer direkt im Zielbereich.
- Donnerstag 10-km-Blöcke halten Tempo & Ökonomie hoch, ohne mich zu zerstören.
- Sonntag Fast-Finish simuliert das letzte Renndrittel – das ist der Unterschied zwischen „einbrechen“ und „halten“.
- Kraft kurz & schwer sichert Muskelerhalt, aber gibt den Beinen Zeit, sich zu erholen.
Meine Ampel-Regeln (WHOOP)
Ich nutze meine Whoop als Trainingshelfer:
- Rot (schlecht erholt): Di → 2×3 km HMP statt 2×3,5; Do → 2×2 km statt 3×2; So → 16 km ohne Fast-Finish.
- Gelb (ok, aber nicht top): Alle Paces +5 s/km, Kraftlast −10 %.
- Grün: Voll nach Plan.
Ernährung & Regeneration – „fuel the work“
- Protein: 2,0–2,2 g/kg pro Tag (Whey okay).
- Supplements: Kreatin 5 g, Omega-3 (2 g), Mg/Zn abends.
- Schlaf: 7–8 h
Nächste Schritte bis Graz (12.10.)
- KW38: HMP 8–10 km am Stück · 4×2 km @ 10 k · Long 19–20 km (Fast-Finish 3 km).
- KW39: HMP 2×5 km · 5×1 km @ 10 k · Long 18–19 km.
- KW40 (Taper −20 %): HMP 6–8 km · 4×1 km flott · Long 16 km.
- HM-Woche KW41: 2 kurze Touch-Einheiten (12–15′ knapp unter Schwelle, 4×200 m). Sonntag: Rennen.
Dein Input?
Trainierst du auch für den Grazer Halbmarathon?
Welche Einheit würdest du in meiner Woche tauschen – und warum?
Schreib mir gern einen Kommentar.
(PS: Unter dem Artikel findest du meine Protein-Checkliste) – gratis per E-Mail.)
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