Disziplin

Wie ich für 100 Liegestütze am Stück trainiere – mein Plan 

14. März 2026
Von Sorin-Mihai Sas
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Warum ich überhaupt 100 Liegestütze schaffen will

100 Liegestütze am Stück sind etwas, das fast jeder sofort versteht.

Du brauchst keine besondere Maschine. Kein Fitnessstudio. Kein Fachchinesisch. Entweder du schaffst es oder du schaffst es nicht.

Genau deshalb gefällt mir diese Challenge.

Sie ist leicht messbar. Klar. Ehrlich. Und die meisten Menschen, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, schaffen keine 100 Liegestütze am Stück. Wenn ich es schaffe, kann ich damit etwas beweisen: Dass das, was ich mache, funktioniert.

Beweise statt Gerede.

Dazu kommt noch etwas ganz Einfaches: Auf TikTok gibt es unzählige Liegestütze-Challenges. Ich wollte da einfach mitmachen. Und ganz ehrlich, es ist auch praktisch. Am Sonntag muss ich dann nicht lange überlegen, was ich posten soll. Dann nehme ich einfach das Video von der aktuellen Woche.

Warum ich 10 Wochen gewählt habe

Jede Challenge braucht einen klaren Anfang und ein klares Ende. Sonst wird daraus schnell irgendwas „ich trainiere halt ein bisschen darauf hin“.

Darauf habe ich keine Lust.

Ich wollte einen Rahmen. Einen Plan. Etwas, das man durchziehen kann.

Darum habe ich 10 Wochen gewählt und jede Woche 10 Liegestütze mehr.

Das klingt machbar. Aber leicht ist es deswegen noch lange nicht.

Ich hoffe natürlich, dass ich die 100 schaffe. Gleichzeitig habe ich auch Respekt davor. Eher gesagt: ein bisschen Schiss.

Und genau das ist gut.

Ich wollte mir genug Zeit geben, damit ich wirklich trainieren kann und am Ende nicht sagen muss: War halt zu knapp, war halt Pech.

Die App, die ich dafür verwende, behauptet, man schafft 100 Liegestütze in 6 Wochen. Mag sein. Vielleicht für manche. Ich halte 10 Wochen für realistischer. 

Mein Plan: drei Trainingstage plus Sonntag als Testtag

Ich trainiere nach einem einfachen System.

Die App heißt Pushie. Keine Werbung. Keine Wunder-App. 

Der Aufbau ist simpel:

Am Anfang waren es in der App 5 Sätze mit einer Minute Pause dazwischen und eher wenigen Wiederholungen. Später wird es deutlich härter. Gegen Ende sind es in der App 10 Sätze, mit 30 bis 40 Wiederholungen pro Satz. Und der letzte Satz geht sogar bis 66 Liegestütze.

Das ist dann schon kein nettes Aufwärmen mehr. Das ist Arbeit.

Ich trainiere also dreimal pro Woche die Liegestütze und am Sonntag kommt der eigentliche Challenge-Test. So habe ich Struktur. Und Struktur ist für mich wichtiger als irgendein Motivationsgefühl.

Ich trainiere nicht nur Liegestütze

Neben der Challenge mache ich auch mein normales Training weiter.

Ich gehe inzwischen fast täglich trainieren. Entweder laufen oder Fitnessklub. Ja, ich weiß – das klingt härter als manches, was ich in älteren Artikeln geschrieben habe. Aber ehrlich ist ehrlich: Im Moment bin ich auf einem anderen Level und mein Körper verträgt das gut.

Ich höre dabei nicht nur auf mein Gefühl, sondern auch auf meine WHOOP.

Wenn die Erholung rot zeigt, mache ich auch einmal Pause. Das kommt erstaunlicherweise nicht oft vor. Aber wenn es nötig ist, dann ist es nötig.

Das heißt: Die Liegestütze-Challenge läuft nicht isoliert irgendwo daneben. Sie ist Teil meines normalen Trainingslebens.

Warum ich mich an den Plan halte, obwohl ich jetzt schon mehr könnte

Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Ich könnte jetzt schon 50 Liegestütze schaffen. Vielleicht sogar mehr.

Aber ich mache es trotzdem nicht einfach auf gut Glück.

Warum?

Weil ich einen Plan habe.

Und wenn ich mir schon einen Plan mache, dann will ich ihn auch durchziehen. Nicht bei Woche 2 oder 3 plötzlich anfangen herumzupfuschen, nur weil das Ego glaubt, es wäre schon weiter.

Viele machen genau da den Fehler. Sie fühlen sich einmal stark und wollen dann sofort alles auf einmal beweisen.

Ich nicht.

Ich will mir genug Zeit geben, damit ich am Ende möglichst sicher sagen kann: Ja, ich habe sauber dafür trainiert. Ja, ich habe mir das aufgebaut. Ja, ich habe mir die 100 verdient.

Was mir an der Challenge sogar gefällt: ein bisschen Angst

Ich sage es offen: Ich habe jetzt schon Respekt davor, ob ich es wirklich schaffen werde.

Und genau das gibt mir Kraft.

Wenn etwas leicht wäre, wäre es auch langweilig.

Diese Mischung aus Hoffnung und Sorge hält mich wach. Sie sorgt dafür, dass ich die Sache ernst nehme. 

Das ist für mich übrigens auch ein Unterschied zu vielen schönen Fitness-Plänen im Internet. Dort sieht oft alles sauber und locker aus. In Wirklichkeit ist es oft genau anders: Du hoffst, dass es klappt, und gleichzeitig fragst du dich, ob du am Ende vielleicht auf die Schnauze fällst.

Gut so.

So merkt man wenigstens, dass man wirklich etwas versucht.

Was ich mache, wenn es schlecht läuft

Ich hoffe natürlich, dass ich nicht krank werde und mich nicht verletze.

Aber wenn das passiert, tue ich nicht so, als wäre nichts.

Dann wird die Challenge angepasst.

Im Klartext:

Ich bin nicht in dieser Challenge, um mich kaputt zu machen. Ich bin in dieser Challenge, um sie zu schaffen.

Das ist ein Unterschied.

Die größten Fehler bei so einer Challenge

Wer 100 Liegestütze schaffen will, muss aus meiner Sicht kein Genie sein. Aber ein paar Fehler sollte man vermeiden.

1. Zu viel Ego
Nur weil du an einem guten Tag mehr schaffst, heißt das nicht, dass dein ganzer Plan überflüssig ist.

2. Zu schnell steigern
Viele wollen sofort durchballern. Drei Tage später tut alles weh und eine Woche später ist die Challenge vergessen.

3. Keine Pausen einbauen
Nur draufhauen ist kein Plan. Regeneration gehört dazu.

4. Sich verrückt machen
Nicht jede Woche muss sich heldenhaft anfühlen. Manchmal reicht es, einfach dranzubleiben.

5. Alles oder nichts denken
Gerade Anfänger machen oft den Fehler: Wenn es nicht perfekt läuft, hören sie gleich auf. Blödsinn.

Minimum zählt. Nie Null.

Was ein Anfänger mitnehmen soll

Wenn ein Anfänger den Artikel liest, soll er nicht denken: Schön für ihn, aber ich schaffe nicht einmal fünf.

Er soll eher denken: Dann fange ich eben kleiner an.

Wenn du noch keine 100 schaffst, dann mach 10. Oder 5. Oder 3. Oder Knie-Liegestütze.

Und wenn du nicht jede Woche 10 mehr schaffst, dann mach eben 5 mehr. Oder 1 mehr.

Auch das ist Fortschritt.

Wer jede Woche nur eine einzige Liegestütze mehr schafft, hat am Jahresende mehr als 50 geschafft. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist Leistung.

Viele unterschätzen, was kleine Steigerungen über längere Zeit bringen.

Warum ich solche Challenges mag

Ich brauche Projekte.

Wenn ich nichts habe, worauf ich hinarbeite, bin ich erledigt. Dann wird alles unklar. Dann ist plötzlich jeder Tag „eh auch okay“, obwohl nichts weitergeht.

So eine Challenge macht die Sache klar.

Sie gibt Struktur. Sie gibt Content. Sie gibt Druck. Und sie gibt am Ende ein Ergebnis.

Entweder ich schaffe die 100 oder ich schaffe sie nicht.

So einfach ist das.

Und genau deshalb mag ich das.

Mein Fazit

Ich trainiere für 100 Liegestütze am Stück nicht mit irgendeinem Geheimtrick.

Ich mache es einfach mit einem klaren Plan:

Mehr ist es nicht.

Viele suchen den perfekten Trick. Ich glaube mehr an einen Plan, den man wirklich durchzieht.

Und wenn am Ende die 100 stehen, dann ist es nicht nur ein schönes Video.

Dann ist es ein Beweis.


FAQ

Warum machst du die 100-Liegestütze-Challenge?

Weil sie klar, messbar und ehrlich ist. Entweder man schafft 100 Liegestütze am Stück oder eben nicht. Genau das macht die Challenge für mich interessant.

Wie oft trainierst du dafür?

Ich trainiere dreimal pro Woche mit der App Pushie und mache am Sonntag den jeweiligen Wochentest der Challenge.

Machst du nebenbei noch anderes Training?

Ja. Ich gehe fast täglich trainieren, entweder laufen oder in den Fitnessklub. Die Liegestütze-Challenge läuft bei mir zusätzlich neben dem normalen Training.

Was machst du, wenn du krank wirst oder dich verletzt?

Dann passe ich die Challenge an. Ich würde sie verlängern, unterbrechen oder später sauber neu starten.

Kann ein Anfänger auch mitmachen?

Ja. Dann eben kleiner anfangen: mit Knie-Liegestützen, weniger Wiederholungen oder nur 5 statt 10 mehr pro Woche.

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